Zeichnung auf Papier
je 80 cm × 60 cm
„Veranschaulichung“ ist eine Annäherung an den Umgang mit Erfahrungen als Frau* in öffentlichen Verkehrsmitteln. Starren, Grinsen, Zwinkern. Uneingeladene Gesten gerichtet auf den weiblich gelesenen Körper, die selbst im Angesicht von Unwohlsein fortbestehen; Ausdruck einer subtilen, doch spürbaren Gewalt, verankert in patriarchalen Machtstrukturen. Der Handlungsspielraum für Reaktion ist begrenzt: Konfrontation kostet Energie und Sicherheit, Rückzug bedeutet Verzicht auf den eigenen Alltag. In Bezug auf Susan Sontags Verständnis der Kamera als männlich konnotiertes, prädatorisches Werkzeug, wird das Fotografieren und anschließende Zeichnen als bewusste Umkehrung dieser Geste zum Mittel der Aneignung von Handlungsmacht, des Sichtbarmachens, des „Zurückschießens“.
“To photograph is to appropriate the thing photographed. It means putting oneself into a certain relation to the world that feels like knowledge—and, therefore, like power. (…) There is something predatory in the act of taking a picture. (…) The camera as phallus is, at most, a flimsy variant of the inescapable metaphor that everyone unselfconsciously employs. However hazy our awareness of this fantasy, it is named without subtlety whenever we talk about “loading” and “aiming” a camera, about “shooting”.”
Susan Sontag, On Photography, 1977
Kohle und Kreide auf Papier
50 cm × 60 cm
Kohle, Graphit und Kreide auf Papier
42 cm × 29.5 cm
Kohle und Pastellkreide auf Papier
29.5 cm × 23 cm
Pastellkreide auf Papier
61 cm × 36 cm
Pastellkreide auf Papier
42 cm × 24.5 cm
Kohle und Kreide auf Papier
40 cm × 50 cm
Kohle auf Papier
50 cm × 36.5 cm