Veranschaulichung, 2025 – laufend
Zeichnung auf Papier
je 80 cm × 60 cm

„Veranschaulichung“ ist eine Annäherung an den Umgang mit Erfahrungen als Frau* in öffentlichen Verkehrsmitteln. Starren, Grinsen, Zwinkern. Uneingeladene Gesten gerichtet auf den weiblich gelesenen Körper, die selbst im Angesicht von Unwohlsein fortbestehen; Ausdruck einer subtilen, doch spürbaren Gewalt, verankert in patriarchalen Machtstrukturen. Der Handlungsspielraum für Reaktion ist begrenzt: Konfrontation kostet Energie und Sicherheit, Rückzug bedeutet Verzicht auf den eigenen Alltag. In Bezug auf Susan Sontags Verständnis der Kamera als männlich konnotiertes, prädatorisches Werkzeug, wird das Fotografieren und anschließende Zeichnen als bewusste Umkehrung dieser Geste zum Mittel der Aneignung von Handlungsmacht, des Sichtbarmachens, des „Zurückschießens“.

“To photograph is to appropriate the thing photographed. It means putting oneself into a certain relation to the world that feels like knowledge—and, therefore, like power. (…) There is something predatory in the act of taking a picture. (…) The camera as phallus is, at most, a flimsy variant of the inescapable metaphor that everyone unselfconsciously employs. However hazy our awareness of this fantasy, it is named without subtlety whenever we talk about “loading” and “aiming” a camera, about “shooting”.”

Susan Sontag, On Photography, 1977

U4 Margaretengürtel | 13. März 2025 | 12:48, 2025
Kohle und Kreide auf Papier
50 cm × 60 cm
U3 Rochusgasse | 14. Jänner 2025 | 21:12, 2025
Kohle, Graphit und Kreide auf Papier
42 cm × 29.5 cm
U3 Neubaugasse | 28. März 2025 | 20:45, 2025
Kohle und Pastellkreide auf Papier
29.5 cm × 23 cm
U2 Krieau | 12. November 2025 | 16:17, 2025
Pastellkreide auf Papier
61 cm × 36 cm
U4 Heiligenstadt | 02. Mai 2025 | 15:07, 2025
Pastellkreide auf Papier
42 cm × 24.5 cm
U6 Alser Straße | 10. April 2025 | 21:50, 2025
Kohle und Kreide auf Papier
40 cm × 50 cm
U3 Schlachthausgasse | 01. April 2025 | 23:52, 2025
Kohle auf Papier
50 cm × 36.5 cm